Die Gneiststraße als Wohnstraße im Prenzlauer Berg wird vom Kfz-Verkehr als Schleichweg zur Umfahrung der Kreuzung Schönhauser Allee/Eberswalder Straße/Danziger Straße /Kastanienallee/Pappelallee genutzt. Die Durchfahrtsgeschwindigkeiten werden dabei deutlich überschritten, was zu einer hohen Lärmemission durch die Abrollgeräusche auf dem Berliner Großpflaster führt. Die Ampel an der Kreuzung Gneiststraße/Pappelallee trägt dazu bei, dass Kfz-Fahrer_innen das Tempo beschleunigen, um noch bei grün über die Kreuzung zu gelangen.
Bei einer Lärm- und Geschwindigkeitsmessung durch den Verkehrsclub Deutschland Landesverband Nordost e.V. im Jahre 2006 konnte der deutliche Zusammenhang zwischen erhöhtem Geschwindigkeitsniveau der Autos und der Lärmbelastung dargelegt werden (siehe Anlage). Die Probleme wurden bei einem späteren Ortstermin mit der Unteren Straßenverkehrsbehörde im Sommer 2011 bestätigt.
Der Schleichverkehr führt dabei zu unterschiedlichen Problemen. Durch das Pflaster entsteht bei Geschwindigkeiten über 30 km/h erheblicher Lärm. Dies ist insbesondere in den Nachtstunden der Fall. Die Anwohner_innen klagen dabei über erhebliche Störungen der Nachtruhe.
Auch weitere Wohngebietsstraßen im Bereich des Helmholtzplatzes würden von dieser Maßnahme profitieren, da sich die Attraktivität des Schleichweges über Gneist-, Raumer und Lychener Straße zur Umfahrung des Knotens Schönhauser Allee/Danziger Straße verringern würde. Hinzukommt, dass sich in der Greifenhagener Straße, der Querstraße zur Gneiststraße, die Kindertagesstätte der Gethsemanegemeinde befindet. Auch ist die Gneiststraße Teil des Schulwegs vieler Kinder, die in die Thomas-Mann-Grundschule gehen.
Durch die Bauarbeiten im Bereich der Stargarder Straße hat sich die Situation zusätzlich verschärft. Durch den zahlreichen Schleichverkehr entsteht derzeit im Bereich des U-Bahn-Viadukts der Schönhauser Allee nun regelmäßig ein Rückstau. Dieses Phänomen würde durch eine Verringerung der Attraktivität der Gneiststraße als Schleichweg verschwinden.
Ursprünglich war vorgesehen, den Kreuzungsbereich Gneiststraße/Greifenhagener Straße so aufzupflastern, damit dort ein Niveauunterschied zur Fahrbahn entsteht. Bei der Bauausführung wurde jedoch deutlich, dass das Regenwasser dann durch das fehlende Gefälle nicht mehr in die Straßenentwässerung gelangen würde und deshalb eine Anhebung der Fahrbahn im Kreuzungsbereich nicht möglich war. Hierdurch entfiel ein wichtiges bauliches Element, um eine geschwindigkeitsbremsende Wirkung auf den Verkehr auszuüben.
Der Antrag schlägt vor, an 5 Standorten ein Fahrbahnkissen anzubringen. Damit wird die Wohnstraße für den Schleichverkehr unattraktiv, das Geschwindigkeitsniveau wird spürbar gesenkt und die Lärmemissionen sinken auf ein vertretbares Maß. Das Anbringen von Fahrbahnkissen hat sich mittlerweile an vielen vergleichbaren Stellen in Berlin bewährt.
Die Maßnahme kann im Rahmen der bestehenden Haushaltsansätze finanziert werden.
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