Bürgeranlage abgelehnt
Andreas Otto, Bau- und wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin erklärt:
Das Projekt eines Windrades in Berlin droht endgültig am Senat zu scheitern. Dabei gibt es seit 2005 das Vorhaben einer ersten Bürgerwindanlage in Pankow. Die Anlage könnte den Strom für ca. 1000 Haushalte liefern.
Die Senatsverwaltung hat jetzt mit einer Naturschutzbegründung die Anlage abgelehnt. Es geht um die Gefährdung von Greifvögeln, etwa des Roten Milan.
Die Gefährdung von Vögeln und Fledermäusen wird regelmäßig bei Windradvorhaben diskutiert und durchaus unterschiedlich bewertet. Um die Risiken des sog. Vogelschlages gering zu halten, sind eine genaue Standortwahl und eine entsprechende Ausführung der jeweiligen Anlage wichtig. Z.B. können die farbliche Gestaltung der Windflügel und eine Beleuchtung anfliegende Vögel warnen und die Risi-ken minimieren.
Die Stadtstaaten Bremen und Hamburg haben Windräder in ihrem Gebiet aufgestellt. Berlin als größte Stadt Deutschlands muss sich zu dieser Technologie verhalten. Angesichts der Debatte um ein neues Kohlekraftwerk in Lichtenberg geht es auch um ein Bekenntnis zu den erneuerbaren Energiequellen insgesamt.
Neben dem Stromertrag verfolgt die Bürgerwindanlage das Ziel, ein symbolisches und nicht zuletzt umweltpädagogisches Zeichen setzen. Wenn das an dem geplanten Standort nahe der Autobahn wirklich nicht möglich sein soll, dann muss schnell ein anderer gefunden werden.
Seit Jahren fordern wir den Senat auf, eine oder mehrere Flächen für Windenergie auszuweisen. Doch leider herrscht im Roten Rathaus absolute Windstille.
Andreas Otto, MdA
Bau- und Wohnungspolitischer Sprecher
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
Niederkirchnerstr. 5
D-10111 Berlin
Tel.: +49 -30 -2325 2445
Fax: +49 -30 -2325 2409
andreas.otto(at)gruene-fraktion-berlin.de
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